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Interessengemeinschaft Grenzernachlässe und Archiv (IGRA)




Auf Beschluß des Vorstandes der GRH e.V. vom 05.08.2008 wurde die IGRA gegründet




Unser Anliegen:




Die IGRA ist eine Gemeinschaft von Interessenten, die sich zum Ziel setzt, Zeitzeugendokumente und Grenzernachlässe zu sammeln, zu ordnen und aufzubewahren.


Damit wollen wir ein authentisches Bild von den Grenzsicherungsorganen der DDR, ihren Entwicklungsweg von der Gründung bis nach der Auflösung und die realistische Nachzeichnung von Ereignissen und Biographien in der Zukunft ermöglichen. Dazu bedarf es der Mitwirkung ehemaliger Angehöriger der Grenzsicherungsorgane der DDR und all jener Menschen, deren Leben mit dem Schutz der Staatsgrenze der DDR verbunden war.


Wir sind organisiert als selbständiger Bestandteil der AG Information/Dokumentation beim Vorstand der GRH e.V. und erfüllen unsere Aufgaben in Zusammenarbeit mit den anderen Arbeitsgruppen, insbesondere mit der Arbeitsgruppe Grenze.

Wir sind zu erreichen über:

Heinz Schubert
Postfach 20 18

15706 Königs Wusterhausen

Telefon: 03375/528564





IGRA
Der Vorstand Baruth, den 24.10.2009


Informationen über die Tätigkeit der
"Interessengemeinschaft Grenzernachlässe und Archiv"

(IGRA)

Mit der Absicht, durch das Sammeln, Ordnen und Archivieren von Zeitzeugendokumentationen und Grenzernachlässen einen Beitrag zu ihrer Erhaltung und einer authentischen Darstellung der Geschichte des Schutzes der Staatsgrenze der DDR, der DGP der GT der DDR und aller anderen, deren Leben auf die eine oder andere Art und Weise mit dem Schutz der Staatsgrenze der DDR verbunden war zu leisten, immer im Kontext mit der Geschichte der DDR, konstituierte sich im September des vergangenen Jahres die" Interessengemeinschaft Grenzernachlässe und Archiv, kurz IGRA.
Ihrer Gründung waren intensive Sondierungen und Gespräche sowie konstruktive,
Auseinandersetzungen vorausgegangen, Sie führten dazu, dass sich die IGRA mit Beschluss des Vorstandes der GRH unter ihrem Dach gründen konnte, als selbständiger Bestandteil der AG Information und Dokumentation.
Unmittelbar nach der Gründung der IGRA begannen ihre Gründungsmitglieder, 28 Ehemalige aus verschiedenen Standorten und Dienststellen bei den GT der DDR mit ihren Aktivitäten, um die Bereitschaft ehemaliger Angehöriger der DGP, der GT der DDR und anderer Interessierter dafür zu wecken, sich aktiv daran zu beteiligen; Zeitzeugendokumentationen, Grenzernachlässe und auch Gegenstände musealen Charakters zu ihrer Bewahrung bereitzustellen. Der Kreis derer, die sich dem Anliegen der IGRA zuwandten, hat sich im Verlauf dieses einen Jahres ständig erweitert, zumal die Besorgnis immer mehr zu nimmt, dass noch mehr Bewahrenswertes verloren geht, wie in den fast zwei Jahrzehnten nach dem Ende der DDR geschehen.
Die IGRA hat zur Gewährleistung einer planmäßigen Tätigkeit einen Vorstand gewählt und sich eine Arbeitsordnung, eine Archivordnung und Grundsätze für den Umgang mit Zeitzeugendokumentationen und Grenzernachlässen gegeben, die bestätigt durch den, Vorstand, der GRH, Voraussetzung dafür waren und sind, dass die Arbeit der IGRA und ihres Archivs geordnet und kontrollierbar erfolgen kann und jeglicher Missbrauch im Umgang mit übergebenen Dokumenten und Gegenständen ausgeschlossen ist. Materielle und technische Voraussetzungen für die Einrichtung eines Archivs wurden geschaffen, ein sicherer Unterbringungsort gefunden.
Alle der IGRA bisher übergebenen Dokumente und Gegenstände wurden protokollarisch erfasst, computergestützt nachgewiesen und gespeichert. Sie werden im weiteren so systematisiert, dass sie nach Themenbereichen geordnet, für eine Nutzung durch Interessierte zur Verfügung gestellt werden können. Die Archivordnung beinhaltet Regeln für die Nutzung von Archivarien nach Bestätigung durch den Vorstand der IGRA. Ein externer Zugriff auf die Dateien des Archivs ist ausgeschlossen.
Mehr als 30 Ehemalige oder Angehörige Verstorbener haben Zeitzeugendokumentationen und Nachlässe an die IGRA übergeben. Darunter befinden unter anderem Teile von Nachlässe von Oberst a. D. Rolf Görlach, Kurt Redenz und Wolfgang Hallier sowie von GL a. D. Kar! Leonhardt, der in sich geschlossene Nachlass von GO a. D. Klaus-Dieter Baumgarten, Chroniken des Ensembles der DGP, der Grenzregimenter 25, 15 und 3, der HS-16 und der AG Grenze bei der GRH, Luftbildaufnahmen der GA' s der Grenzkommandos, Bilddokumentationen über die GÜST zur BRD und zu Berlin (West), Aufzeichnungen persönlicher Erinnerungen Ehemaliger, Dienstvorschriften und Befehle zum Schutz der Staatsgrenze, Dokumente über die Entwicklung der Struktur und Ausrüstung der DGP und der GT der DDR, Nachweise über die Standortverteilung der DGP und der GT der DDR.
Das Archiv verfügt auch über Dokumente, die Auskunft über Arbeit der GRH als Menschenrechtsorganisation geben.
Bestandteil des Archivs ist eine Sammlung von Dokumenten über die politische Strafverfolgung ehemaliger Funktionsträger. Es hat in seinem Bestand auch einen Teil von Publikationen aufgenommen, die nach dem Ende der DDR über sie und über den Schutz der Staatsgrenze entstanden sind. Nicht vergessen werden soll, dass das Archiv auch über Dokumente und Bildersammlungen verfügt, die Zeugnis über die kameradschaftlichen Beziehungen zu den Angehörigen der Grenzsicherungsorgane der VR Polen und der CSSR sowie zu den GT der UdSSR ablegen.
Mit unseren Archivarien, gesamt gegenwärtig 2800, sehen wir uns in der Lage, einen Beitrag zur authentischen Darstellung der Entwicklung des Schutzes der Staatsgrenze der DDR bis zu ihrem Ende, zu leisten.
Nichts ist allerdings so vollkommen, dass es nicht verbessert und ausgebaut werden kann. Deshalb wenden wir uns mit dieser Information an alle interessierten ehemaligen Angehörige der DGP und der GT der DDR, an Zivilbeschäftigte und Freiwillige Helfer der GT der DDR, an Angehörige der PKE und der Zollverwaltung der DDR, an Angehörige der DVP und Mitarbeiter des MfS der Grenzkreise und -bezirke sowie nicht zuletzt an Mitarbeiter der Grenzkreise- und -bezirksleitungen der SED und anderer Parteien, die Mitarbeiter der Räte der Grenzkreise und -bezirke und an alle Interessierten, uns in unserem Vorhaben zu unterstützen, all das zu sammeln, zu ordnen und zu archivieren, was über die Aufgaben zum Schutz der Staatsgrenze Auskunft gibt und nicht verloren gehen darf. Dringend benötigen wir noch die aktive Mitarbeit aus den ehemaligen Strukturelementen GKN, Grenzbrigade Küste und Lehreinrichtungen.
Was wir nicht bewahren geht unwiederbringlich verloren.
Unser Interesse ist nicht nur darauf ausgerichtet, Nachlässe von Chefs, Kommandeuren und Leitern zu sammeln. Wir sind sehr daran interessiert, Zeitzeugendokumentationen und Nachlässe all jener archivieren zu können, deren Leben oder Abschnitt ihres Lebens von Aufgaben zum Schutz der Staatsgrenze der DDR bestimmt waren.
In unserem Vorhaben, einen Beitrag zur authentischen Darstellung der Geschichte des Schutzes der Staatsgrenze und der Grenzsicherungsorgane der DDR durch die Bereitstellung beweiskräftiger Dokumentationen zu leisten, werden wir durch das tägliche Erleben der Verunglimpfung der DDR und all dessen, was sie an Positivem hervorgebracht hat, bestärkt, Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass wir unsere eigene Geschichte so darstellen, wie sie wirklich war. An dieser Stelle für alle Interessenten unsere Kontaktadresse.


Heinz Schubert, PSF 2018, 15706 Königs Wusterhausen- Tel: 03375/528564

Und eine letzte Information:

Die Jahresmitgliederversammlung findet am 16.11.2009 im Standort Baruth statt.



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