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13. August 1961 - Konsequenz aus der Jahre vorher erfolgten Spaltung Deutschlands und Berlins.
Dem offiziell verordneten Zeitgeist entsprechend wurde Berlin durch den "Bau der Mauer" gespalten. Auf dem Weg zum 50. Jahrestag des 13. August 1961 im Jahre 2011 wurde am 2. Mai 2010 ein Teil der Open-Air-Mauerausstellung in der Bernauer Strasse in Berlin eröffnet. Der Direktor der Gedenkstätte, Axel Klausmeier, erklärte unter anderem: "Wir gehen von mündigen Besuchern aus, wir wollen niemanden von oben herab über Gut und Böse belehren." Nach seiner Feststellung waren die Grenzsicherungsanlagen der DDR nur dazu da, "die DDR-Bürger am Verlassen ihres Landes zu hindern". In der Berliner Zeitung vom 21. Mai 2010 kann man weiter lesen, ein "ehrendes Gedenken" wird den toten Grenzsoldaten nicht gewährt, sie werden erwähnt,so wie alle DDR-Bürger, die in ihrem Staat blieben, die auch 20 Jahre nach der so genannten Einheit immer noch Bürger 2. Klasse sind und bleiben sollen. Ich bin seit 1947 politisch aktiv, seit 1951 in Berlin, seit 1952 als Polizist an der Grenze in Berlin. Übrigens standen uns immer Posten der Westberliner Polizei gegenüber. Es gab längst keine einheitliche Stadt mehr. Ab Ende 1946 versuchten besonders die US-Besatzer, ganz Berlin, was ja bekanntlich in der sowjetischen Besatzungszone lag, ihren Interessen unterzuordnen. Da dies ohne Krieg nicht möglich war, wurde Berlin in der Zeit von Ende 1947 bis Mai 1949 gespalten. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte die separate Währungsreform im Juni 1948, die auch dazu diente, die "Luftbrücke" zu inszenieren. Das Ende bildete das separate kleine Besatzungsstatut für Westberlin vom 14. Mai 1949. Vorher waren sowohl der Alliierte Kontrollrat und die Alliierte Kommandantur durch die Westmächte gespalten worden. L. Clay zeichnete in seinem Buch "Entscheidung in Deutschland", in Deutsch erschienen 1949, eine Mauer um Westberlin, nannte es Festung, vorgeschobene Position und Falltür zugleich. Die Funktion Westberlins war bestimmt. Natürlich gab es genügend deutsche Politiker, die diese Politik als ihre betrachteten, z.B. Adenauer: "Mir ist das halbe Deutschland ganz, lieber als das ganze Deutschland halb" oder Reuter: "Berlin ist Frontstadt" oder "Berlin ist die billigste Atombombe der Welt" oder W. Brandt "Berlin ist Pfahl im Fleische der DDR". All das ist natürlich in den "Gedenkstätten" nicht zu finden.. Deshalb muss noch einmal betont werden: der 13. August 1951 war eine Antwort auf den dauernden Missbrauch Westberlins als "Pfahl im Fleische der DDR" sowie als vorgeschobene Position gegen die sozialistische Gemeinschaft. Nicht zuletzt natürlich auch, um ein Ausbluten der DDR zu verhindern. Die BRD und Westberlin interessierten nicht die Rentner der DDR, sondern gut ausgebildete Spezialisten und Facharbeiter. Kanzler Erhard sagte einmal in diesem Zusammenhang: "Die Spezialisten werden in der "Ostzone" genau so gut ausgebildet wie bei uns - aber sie kosten uns nichts." In Westberlin arbeiteten 1961 weit über 100 000 Bürger aus der DDR, sie verlangten in der DDR alle Subventionen, Mieten, Fahrpreise, kostenlose Bildung, preiswerte Grundnahrungsmittel, kostenloses Gesundheitswesen, Kindergärten und Krippen usw. Für jeden DDR-Bürger, vom Säugling bis zum Greis wurden monatlich 600 Mark an Subventionen ausgegeben. Alles schon vergessen? Eine S-Bahnfahrt durch Berlin kostete 0,20 Mark. Um das Bild abzurunden: 1961 gab es in Westberlin u.a.: neben den NATO-Einrichtungen wie auf dem Teufelsberg - über 60 Dienststellen der BRD, obwohl Westberlin kein Teil der BRD war; - 24 Landsmannschaften, die offen revanchistische Ziele verkündeten - 16 militärische Traditionsverbände - 68 unterschiedliche Spionageorganisationen - Rundfunk- und Fernsehsendeanlagen Zum größten Teil finanziert durch Berlinhilfe aus der BRD. Es gab also mehr Gründe als die "offiziell" angegebenen für den 13. August 1961. Die "billigste Atombombe" wurde entschärft. Günter Ganßauge Öffentlichkeitsarbeit ![]() [«] [Home] [Aktuelles] [Dokumente] [TAG´s & Vereine] [Öffentlichkeitsarbeit] [Betreuung] [IGRA] [International] [Termine] [Impressum] [Kontakt] [Links] [»] |